MORE celebration: Dies academicus im Zeichen des 60-jährigen Jubiläums

„Das Besondere an unserer Universität ist: Mit 60 ist sie alt genug, um zu wissen, wer sie ist, und jung genug, um sich immer wieder neu zu erfinden.“
Rektorin Katharina Holzinger
Mit diesen Worten eröffnete Rektorin Katharina Holzinger den Dies academicus, der in diesem Jahr zugleich im Zeichen des 60-jährigen Jahrestags der Universität Konstanz stand. Zahlreiche Gäste aus Wissenschaft, Politik, Wirtschaft und der Stadtgesellschaft hatten sich an diesem Nachmittag im Audimax zusammengefunden, um gemeinsam mit der Universität zu feiern.
Das Motto des Jubiläumsjahres und damit der Feierlichkeiten: „60 years of MORE“ – wobei MORE als Akronym für Motion, Opportunities, Resilience und Engagement steht. „Kaum ein Motto könnte unsere Universität treffender beschreiben. Denn MORE steht für den Anspruch, in Bewegung zu bleiben, Chancen zu eröffnen, Verantwortung zu übernehmen und Zukunft aktiv zu gestalten. Wie lebendig dieser Anspruch ist, zeigen die Menschen, die unsere Universität ausmachen“, sagte Holzinger.
© Philipp UricherFür eine festliche Stimmung sorgte auch das musikalische Programm: Das Bläserensemble des Universitätsorchesters begleitete die Veranstaltung mit Stücken von Joseph Haydn und August Klughardt und setzte so zwischen den Programmpunkten musikalische Akzente.
Universitäten als Möglichkeitsräume
Neşe Erikli, Staatssekretärin im Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg, rief die Geschichte der Universität Konstanz wach – und deren Identität als Reformuniversität. Durch diese sei die Universität Konstanz eine Universität, die nicht nur bewahre, sondern Veränderung aktiv anstoße und vorantreibe. Sie sei nicht nur ein Ort exzellenter Forschung und Lehre, sondern gleichzeitig ein Ort der Befähigung, an dem junge Menschen lernen, ihre Zukunft selbst zu gestalten.
Erikli sagte in diesem Zusammenhang: „Wir leben in einer Zeit des Umbruchs. Klimawandel, künstliche Intelligenz, Robotisierung – das sind keine Zukunftsthemen mehr, das ist Gegenwart. Und all das verändert unsere Arbeitswelt, unsere Demokratie und auch unser Zusammenleben tiefgreifend. Gerade deshalb brauchen wir junge Menschen, die nicht nur fachlich exzellent sind, sondern die gelernt haben, mit Unsicherheiten umzugehen, die kritisch denken und die vor allen Dingen auch Verantwortung übernehmen – und die wissen, dass Lebenswege nicht immer linear verlaufen müssen.“
„Die Uni Konstanz prägt als lebendige, vielfältige und internationale Universität die gesamte Stadt. 60 Jahre Universität Konstanz – ich nehme sie wahr als eine Universität, die ernst nimmt, was sie ist, und nicht aufhört, sich zu verändern.“
Neşe Erikli, Staatssekretärin im Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg
Im Zeitalter des Siliziums
Einer der Höhepunkte des Dies academicus war der Festvortrag der Journalistin Petra Gerster zum Thema „Bildung, Medien und Demokratie im Zeitalter der Künstlichen Intelligenz“. Darin behandelte sie die Auswirkungen des digitalen Wandels auf Demokratie, Öffentlichkeit und politische Meinungsbildung. Ausgehend von der These eines historischen Epochenwechsels – vergleichbar mit den Umbrüchen, die der Buchdruck mit sich brachte – beschrieb sie die tiefgreifenden Veränderungen, die in der heutigen „Siliziumzeit“ durch die sozialen Medien, Künstliche Intelligenz und die stetig wachsende Macht und Politisierung großer Technologiekonzerne ausgelöst werden.
Ein Schwerpunkt des Vortrags lag dabei auf der Gefahr von Desinformation und dem Verlust einer gemeinsamen Faktenbasis als Grundlage demokratischer Prozesse. Gerster warnte davor, dass die gezielte und rasante Verbreitung von Falschinformationen über die Sozialen Medien und deren algorithmische Verstärkung das Vertrauen in demokratische Institutionen, Medien und Wissenschaft untergrabe. Klassische journalistische Medien, die in Demokratien als vierte Gewalt eine zentrale Rolle bei der fundierten, mündigen Meinungsbildung einnehmen, könnten mit dieser Geschwindigkeit kaum noch mithalten. Dennoch betonte Gerster die Bedeutung klassischer Medien sowie wissenschaftlicher Erkenntnisse als notwendiges Korrektiv zu sogenannten Fake News.
Als entscheidende Schlüssel zur Bewältigung der mit den neuen digitalen Technologien einhergehenden Herausforderungen bezeichnete Gerster den Aufbau einer eigenen, europäischen KI- und Technologie-Infrastruktur – um sich aus der Abhängigkeit von den USA und China zu lösen – sowie Bildung und die Vermittlung von Medienkompetenz. Nur wenn Menschen lernen, Informationen kritisch zu prüfen, Fakten von Falschmeldungen zu unterscheiden und digitale Technologien verantwortungsvoll zu nutzen, könne die Demokratie in der digitalen Zukunft bestehen. Analog zu Steve Bannons politischer Strategie „Flood the zone with shit“, die nicht zuletzt im Wahlkampf des US-Präsidenten Donald Trump massiv zum Einsatz kam, forderte Gerster daher: „Flood the zone with Aufklärung, Erziehung, Bildung!“
„Denn wenn Menschen nicht mehr erkennen können, was wahr ist und was falsch, was Fakt ist und was Fake, dann führt das zur Zerstörung der Demokratie und zum Rückfall hinter die Aufklärung. Um das zu verhindern, braucht es sehr gute Schulen, unabhängige Wissenschaft, seriöse Medien und gebildete, an der Wahrheit interessierte Menschen.“
Petra Gerster, Journalistin und ehemalige Moderatorin der ZDFheute-Nachrichten.
Auszeichnung für besondere Verdienste
Ein zentraler Bestandteil des Programms des Dies academicus ist die Verleihung verschiedener Preise an Universitätsangehörige, die sich in herausragendem Maße in Bereichen wie Lehre, Forschung oder Transfer verdient gemacht haben (siehe unten: „Die diesjährigen PreisträgerInnen im Überblick“). Für einen besonders bewegenden Moment sorgte dabei in diesem Jahr die Verleihung der Ehrenbürger-Würde der Universität Konstanz an Jens Apitz – ehemaliger Kanzler der Universität Konstanz, der im Dezember 2025 nach 26 Jahren im Amt in den Ruhestand ging.
© Philipp UricherJens Apitz, von 1999 bis 2025 Kanzler der Universität Konstanz, mit der Urkunde zur Ehrenbürgerschaft der Universität Konstanz. Apitz ist die fünfte Person, an die diese besondere Würde bisher verliehen wurde. Vergeben wird die Ehrenbürgerschaft durch den Senat der Universität Konstanz.
Rektorin Holzinger betonte in ihrer Laudatio den unermüdlichen Einsatz von Apitz für die Universität Konstanz, die er insbesondere durch sein Engagement in den Bereichen Gleichstellung und Familienförderung sowie Universitätsbau entscheidend und nachhaltig geprägt habe. Sichtlich bewegt schlossen sich Holzinger und Apitz bei der Übergabe der Urkunde in die Arme. Und auch in seiner Dankesrede zeigte sich Apitz merklich gerührt. Er erklärte, wie glücklich er sei, dank der Ehrenbürgerschaft nach sieben Monaten im Ruhestand nun wieder „stolzes Mitglied“ der Universität Konstanz zu sein.
Die diesjährigen PreisträgerInnen im Überblick (in chronologischer Reihenfolge der Preisverleihungen)
DIETRICH H. BOESKEN-Preis für Clemens Gabriel Schade
Der DIETRICH H. BOESKEN-Preis wird seit 2008 für den besten Masterabschluss eines Jahrgangs innerhalb einer der drei Sektionen der Universität Konstanz vergeben. Die einzelnen Sektionen werden dabei abwechselnd bedacht. Den aktuellen Preis erhielt Clemens Gabriel Schade, der seinen Master in Political Economy am Fachbereich Wirtschaftswissenschaften (Sektion Politik – Recht – Wirtschaft) absolvierte. Den Preis übergab Cai Adrian Boesken, Sohn von Dietrich H. Boesken.
In seiner Masterarbeit untersuchte Schade mögliche Zusammenhänge zwischen Demokratie und Bildung – insbesondere die Frage, ob Demokratien und Autokratien bei der Bereitstellung von Bildung unterschiedliche Fächer priorisieren. Dafür wertete er die Entwicklung der fachspezifischen Studierendenzahlen in der BRD und der DDR des Nachkriegsdeutschlands im Vergleich zur Vorkriegszeit aus. Anhand dieses Falls konnte er seine Hypothese bestätigen, dass Autokratien (DDR) in ihrer Bildungspolitik naturwissenschaftlich-technische Fächer priorisieren, während Demokratien (BRD) ein ausgewogeneres Verhältnis zwischen Naturwissenschaften und Gesellschaftswissenschaften zeigen.
© Philipp Uricherv.l.n.r.: Katharina Holzinger, Clemens Gabriel Schade und Cai Adrian Boesken
Neben der Auslobung des Preises leistete die Stiftung durch eine großzügige Spende einen wesentlichen Beitrag zur Gestaltung und Umsetzung der diesjährigen Jubiläumsfeierlichkeiten. Diese besondere Förderung verdeutlicht die enge Verbundenheit der DIETRICH H. BOESKEN-Stiftung mit der Universität Konstanz und unterstreicht ihr anhaltendes Engagement für Wissenschaft und Bildung in unserer Region. „Wir bedanken uns nun heute ganz besonders herzlich für diese großzügige Unterstützung“, betonte Rektorin Holzinger.
Stiftung-Schmieder-Preis für Stephanie Frankmann und Felicitas Geugis
Der Stiftung-Schmieder-Preis ist ein Forschungspreis für das Spezialgebiet der Neurologischen Rehabilitation. Er prämiert herausragende Abschlussarbeiten von Studierenden, die Impulse für die Behandlung neurologisch erkrankter Menschen geben. Den Stiftung-Schmieder-Preis 2026 erhielten Felicitas Geugis und Stephanie Frankmann. Überreicht wurde er von Lisa Sophia Friedrich, Vorstandsvorsitzende der Stiftung Schmieder für Wissenschaft und Forschung Allensbach.
© Philipp Uricherv.l.n.r.: Lisa Sophia Friedrich, Jens Pruessner, Stephanie Frankmann, Felicitas Geugis, Katharina Holzinger und Joachim Liepert
LUKS-Preise für Lehrveranstaltungen mit Bestbewertungen
Die Fachschaftskonferenz vergab die LUKS-Preise für Lehrveranstaltungen mit Bestbewertungen an sechzehn Lehrende der Universität Konstanz. Die Namen der diesjährigen PreisträgerInnen lauten (in alphabetischer Reihenfolge der Fächer):
Manuela Ulrich (Bildungswissenschaften), Veit Martin Dörken (Biologie), Shizhan Ren (Chemie), Eric Böhme (Geschichte), Emmanuele D’Osualdo (Informatik und Informationswissenschaft), Matthias Schöning (Literatur-, Kunst- und Medienwissenschaften), Paul Stephan (Mathematik und Statistik), Christiana Werner (Philosophie), Stefan Karpitschka (Physik), Ioannis Tagos (Politik- und Verwaltungswissenschaft), Annika Tave Overlander (Psychologie), Kevin Christian Kahl (Rechtswissenschaft), Lena Rose (Soziologie), Stefanie Gruber (Sportwissenschaft), Regine Eckardt (Sprachwissenschaft), Dominik Walter (Wirtschaftswissenschaften)
https://youtu.be/T6Vedo1AD10
Tina-Ulmer-Lehrpreis für Steffen Bogen
Die Manfred Ulmer-Stiftung für Wissenschaft und Gesellschaft vergab zum dritten Mal den Tina-Ulmer-Lehrpreis. Dieser würdigt herausragende Verdienste und innovative Leistungen in der Lehre an der Universität Konstanz. In diesem Jahr überreichte Tina Ulmer-Ziehr, stellvertretende Vorstandsvorsitzende der Manfred Ulmer-Stiftung, den nach ihr benannten Preis an Steffen Bogen, Professor im Fachbereich Kunstwissenschaft mit dem Schwerpunkt Lehre für Kunstwissenschaft und Kunstgeschichte.
In der Laudatio besonders hervorgehoben wurde das Lehr-Projekt SherLOOK, das Bogen gemeinsam mit Studierenden des Studiengangs Literatur – Kunst – Medien der Universität Konstanz entwickelt hat. Dabei handelt es sich um ein interaktives Detektiv- und Suchspiel für Museen, das seit 2019 kontinuierlich weiterentwickelt wird und inzwischen fest im Curriculum verankert ist. Die Auszeichnung mit dem Tina-Ulmer-Lehrpreis beruhe jedoch nicht auf einem einzelnen sehr erfolgreichen Projekt, so Ulmer-Zier, sondern auf Bogens Persönlichkeit, Haltung und Engagement insgesamt. „Sie nehmen Ihre Studenten an die Hand, motivieren sie und trauen ihnen viel zu. So schaffen Sie Freiräume für Ideen und fördern den Mut, Neues auszuprobieren. Hier entstehen nicht nur bemerkenswerte Ergebnisse, sondern auch besondere Erfahrungen, die lange bei den Studierenden wirken und oft weit über das Studentenleben hinausgehen“, lobte Ulmer-Ziehr in ihrer Laudatio.
© Philipp UricherTina Ulmer-Ziehr hält die Laudatio auf Steffen Bogen
Manfred-Ulmer-Stipendium für Pradeepa Basnayake Mudiyanselage
Das Manfred-Ulmer-Stipendium ging in diesem Jahr an Pradeepa Basnayake Mudiyanselage von der Sabaragamuwa University in Sri Lanka. In ihrer aktuellen Forschung untersucht sie, wie Daten zur Herzfrequenzvariabilität und körperlichen Aktivität zu einem besseren Verständnis von Gesundheit und Wohlbefinden beitragen können und wie Veränderungen im Lebensstil helfen können, chronischen Krankheiten vorzubeugen.
https://youtu.be/W-0UGY3U22k
Das Manfred-Ulmer-Stipendium ist in das ZUKOnnect Fellowship des Zukunftskollegs eingebettet, das sich an NachwuchswissenschaftlerInnen aus Afrika, Asien und Südamerika richtet und diesen die Möglichkeit eines Forschungsaufenthalts an der Universität Konstanz eröffnet. Mudiyanselage plant, während ihres Aufenthalts am Zukunftskolleg insbesondere mit Forschenden der Sportwissenschaft zusammenzuarbeiten. Gastgeberin ist Martina Kanning, Professorin für Sozial- und Gesundheitswissenschaften im Fach Sportwissenschaft.
LBS Wissenschaftsförderung für nachhaltiges Leben und Wohnen für Mona Bielig und Celina Kacperski
Die LBS Wissenschaftsförderung für nachhaltiges Leben und Wohnen ging dieses Jahr an Mona Bielig und Celina Kacperski vom Centre for the Advanced Study of Collective Behaviour (CASCB). Bieligs Forschungsschwerpunkt liegt in der Anwendung von Erkenntnissen und Methoden aus der Psychologie zur Förderung von Verhaltensänderungen, Technologieakzeptanz und zur Unterstützung von Politikgestaltung. Kacperski forscht zu den Auswirkungen von Umwelt-, Technologie- und Kontextveränderungen auf individuelle Entscheidungen und kollektives Verhalten. Beide leiten zudem ein internationales Projekt zu den gesellschaftlichen Folgen extremer Hitze.
© Philipp Uricherv.l.n.r.: Katharina Holzinger, Mona Bielig, Celina Kacperski und Marion Mai
Die Förderung erhielten Bielig und Kacperski Forscherinnen für ihr gemeinsames Projekt „Heating reduction as collective action: Impact on attitudes, behavior and energy consumption in a Polish field experiment“. In der quasi-experimentellen Feldstudie untersuchten Bielig und Kacperski am Beispiel von Studierendenwohnheimen, wie technische und psychologische Maßnahmen bei Klimaschutz und Energiewende zusammenwirken können. Eine Reduktion des Energieverbrauchs in den Wohneinheiten war insbesondere dann erfolgreich, wenn technische Maßnahmen mit einem Aufruf zum gemeinsamen Energiesparen kombiniert wurden. Die Studie macht deutlich, dass Wohngebäude nicht nur technische Infrastrukturen, sondern auch soziale Räume sind, in denen Normen und gemeinschaftliches Handeln entscheidend zum Klimaschutz beitragen.
Die Laudatio hielt Marion Mai, Vorstandsmitglied der Stiftung Umwelt und Wohnen sowie der LBS-Süd.
Wissenschaftspreise der Messmer Stiftung für Thejasvi Beleyur, Claudia Roesch und Vera Schweitzer
Die Wissenschaftspreise der Erika und Werner Messmer Stiftung wurden auf dem diesjährigen Dies academicus bereits zum siebten Mal vergeben. Die drei PreisträgerInnen 2026 sind Vera Schweitzer (Fachbereich Politik- und Verwaltungswissenschaft), Thejasvi Beleyur (Center for the Advanced Study of Collective Behaviour) und Claudia Roesch (Fachbereich Geschichte, Soziologie, Sportwissenschaften und empirische Bildungsforschung).
https://www.youtube.com/watch?v=vBYYmVpa-BI
© Philipp Uricherv.l.n.r.: Petra Bialoncig, Thejasvi Beleyur, Claudia Roesch und Vera Schweitzer, Sabine Adam, Katharina Holzinger und Arnulf Heidegger
Preis des Universitätsrats 2026
Anne-Berenike Rothstein
Anne-Berenike Rothstein ist Professorin für Romanische Literaturen und Allgemeine Literaturwissenschaft an der Universität Konstanz. Mit dem Preis würdigte der Universitätsrat insbesondere Rothsteins federführende Rolle bei der Organisation und Durchführung der Veranstaltungsreihe „Lebenswege nach 1945. Generationen im Dialog“. Die Reihe startete am 8. Mail 2025 anlässlich des achtzigsten Jahrestags des Endes des Zweiten Weltkriegs und widmete sich in einer Vielzahl von Formaten den Fragen „Wie lebten Menschen nach dem Kriegsende mit ihren Erinnerungen weiter?“ und „Wie können wir heute mit dieser Vergangenheit umgehen?“. Unter Einbindung von Studierenden, Forschenden und renommierten ZeitzeugInnen und KünstlerInnen erreichte die Reihe zahlreiche Menschen in Konstanz und der näheren Region. „Mit höchstem Anspruch und Professionalität setzte die Reihe die generationsübergreifende Thematik wissenschaftsgeleitet um und kann als ein ‚best practice‘ für kulturwissenschaftlich inspirierte Transferarbeit betrachtet werden“, heißt es in der Begründung des Universitätsrates.
Laudatio: Sabina Larcher Klee, Rektorin der Pädagogischen Hochschule Thurgau und Mitglied des Universitätsrates
© Philipp Uricherv.l.n.r.: Universitätsratsmitglied Sabina Larcher Klee, Anne-Berenike Rothstein, Katharina Holzinger gemeinsam mit verschiedenen Mitgliedern der studentisch musischen und künstlerischen Gruppen der Universität Konstanz
Studentisch musische und künstlerische Gruppen der Universität Konstanz
Den zweiten Preis des Universitätsrates 2026 teilen sich sechs studentisch musische und künstlerische Ensembles der Universität Konstanz – namentlich das Universitätsorchester, der Universitätschor, die Wind Symphonica, die Big Band, der Chor d’accord sowie das Universitätstheater. Damit würdig der Universitätsrat sowohl den Beitrag dieser Gruppen zu einer lebendigen studentischen Kultur als auch das Engagement und die inspirierende Arbeit der jeweiligen künstlerischen Leitungen. Die Gruppen leisteten einen herausragenden Beitrag zum kulturellen Leben der Universität und wirkten zugleich weit über den Campus hinaus in die Stadtgesellschaft und in die Region hinein. „Sie sind damit sichtbare und wirksame Aushängeschilder der Universität“, so Universitätsratsmitglied Sabina Larcher Klee in ihrer Laudatio.
Transferpreise 2026
Nicht beim Dies Academicus, aber an dem darauffolgenden Tag der offenen Tür wurden die diesjährigen Transferpreise der Universität Konstanz in den Kategorien „Verwertung und Kooperation" (verliehen durch die Universitätsgesellschaft), „Transfer Lehre" (verliehen durch die Abteilung Transfer Lehre) und „Wissenschaftskommunikation" (verliehen durch die Stabsstelle Universitätsentwicklung, Forschung und Transfer) vergeben. Prämiert wurden der Biologe Gregor Schmitz (Wissenschaftskommunikation), das Spin-Off InnoZell (Verwertung und Kooperation) sowie die Sozialwissenschaftler*innen Sandra Walzenbach und Sebastian Koos (Transfer Lehre).
Transferpreis
Eindrücke vom Tag der offenen Tür am Freitag, 3. Juli 2026
Am Freitag nach dem Dies academicus, dem 3. Juli 2026, lud die Universität Konstanz im Rahmen der Jubiläumsfeierlichkeiten noch zu einem Tag der offenen Tür. Zu diesem Anlass kamen Ehemalige zurück auf den Campus, Familien entdeckten die Universität neu, Kinder experimentierten, und Gäste warfen einen Blick hinter Türen, die ihnen sonst verschlossen bleiben. Überall auf dem Campus wurde diskutiert, erklärt, ausprobiert, gelacht – und es begegneten sich Menschen unterschiedlichster Hintergründe, die sonst in diesen Konstellationen eher selten zusammenkommen.
Die Ukraine sei ein „role model for resilience“, eröffnete Prorektor Dirk Leuffen die Podiumsdiskussion „Resilienz der Ukraine“. ExpertInnen aus der Ukraine und Deutschland zeigten auf, dass dies nicht nur für den militärischen Sektor gilt, sondern auch für den Wirtschaftsbereich. Ein Schlüssel dafür sei, dass es der Ukraine gelänge, auch im Ausland Vertrauen in das ukrainische Finanzsystem zu gewinnen.








