Eurokonstantia 2019: Ein Rückblick

Die Universität Konstanz richtet zum 14. Mal die Eurokonstantia aus: Hunderte sportliche Begegnungen und jahrelange Freundschaften prägen das internationale Sportevent, das seit 2006 in Konstanz stattfindet.

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Zum 14. Mal in Folge standen die Sportanlagen der Universität Konstanz vom 20. bis 23. Juni 2019 ganz im Zeichen des internationalen Sportspielturnieres „Eurokonstantia“, das der Hochschulsport der Universität Konstanz seit 2006 jährlich organisiert. „Wir möchten mit den Turnieren unseren Studierenden wie unseren studentischen Gästen aus Deutschland, Europa und dem Nahen Osten die Gelegenheit geben, sich im sportlichen Wettkampf zu vergleichen und über den Sport internationale Kontakte zu knüpfen“, erklärt die Leiterin des Hochschulsports, Petra Borchert.
 
Dass dieses Konzept funktioniert, zeigt sich in den grenzüberschreitenden Freundschaften, die sich über die Jahre ergeben haben. So kommen die Sportgruppen der Université Saint-Joseph in Beirut bereits im achten Jahr aus dem Libanon an den Bodensee, diesmal mit insgesamt 56 Personen. Auch unter den Studierenden vieler deutscher Hochschulen erfreut sich die Eurokonstantia großer Beliebtheit. Von Aachen, Bonn-Bad Honnef, Coburg, Münster, Stuttgart, Tübingen, Ulm bis Zwickau reisen jedes Jahr wieder Delegationen an den Bodensee.
 
Organisation per App
Das studentische Projektteam unter der Leitung von Christian Schöpf erwirbt im Rahmen der Organisation wertvolle Praxiserfahrungen im Eventmanagement. Support erhält es in besonderem Maße von Ehemaligen, die schon seit vielen Jahren immer wieder zur Eurokonstantia reisen und die Organisation tatkräftig unterstützen. Inzwischen werden die einzelnen Turniere der Eurokonstantia mithilfe der Turnier-App „Tournament Queen“ koordiniert, die die sportliche Leiterin der Eurokonstantia, Annika Schoe, selbst entwickelt hat. Darin sind nicht nur alle Spielansetzungen hinterlegt, sondern auch der Turnierverlauf ist dort jederzeit abrufbar. „Das erleichtert mir die Kommunikation mit den vielen Turnierleitungen und den einzelnen Teams massiv“, so die Erfinderin.
 
Insgesamt fanden am Freitag und Samstag mehrere hundert Sportbegegnungen in den Sportarten Basketball, Beachvolleyball, Fußball, Handball, Rugby, Streetball, Tennis, Tischtennis und Volleyball statt. Und selbst nach Ende der offiziellen Partien fanden sich Sportlerinnen und Sportler immer wieder spontan  zu weiteren Spielen zusammen. „Natürlich wird hart darum gerungen, das jeweilige Turnier zu gewinnen. Aber auch für uns steht die Begegnung mit anderen Sportlerinnen und Sportlern im Vordergrund“, erläutert Petra Borchert.


Platz 4 im Handball
Das größte Starterfeld gab es mit 24 Teams auch dieses Jahr wieder im Handball-Mixed-Wettbewerb, wobei viele Hochschulen hier gleich mit mehreren Teams an den Start gingen. Allein aus Konstanz waren es fünf, denn neben den Studierenden nehmen sowohl die Universität als auch die HTWG Konstanz inzwischen auch mit Alumni-Teams am Turnier teil. Das Finale entschied das Team 3 der Universität Ulm gegen die Universität Hohenheim klar mit drei Toren für sich. Das aktuelle Team der Universität Konstanz unterlag im Kleinen Finale dem Ulmer Team 1, das das Handballturnier nicht nur sportlich, sondern in seinen roten Bademänteln auch farblich dominierte.
 
Topergebnisse im Basketball, Beachvolleyball und Rugby
Im Basketball-Mixed, im Beachvolleyball der Frauen und der Männer sowie im Rugby der Männer ging der größte Pokal jeweils an ein Konstanzer Team. Im Fußball Männer-Wettbewerb und im Volleyball-Mixed konnten sich dieses Jahr die Studierenden der Westsächsischen Hochschule aus Zwickau die Eurokonstantia-Meisterschaft sichern, aber auch die internationalen Gäste blieben nicht ohne Erfolg. Le Creusot (Frankreich) war im Tischtennis der Männer und im Rugby der Frauen das jeweils erfolgreichste Team. Besonders stolz konnte der libanesische Delegationsleiter Maroun Joseph el Khoury sein, der neben drei Turniersiegen im Fußball, Streetball und Tennis – jeweils der Frauen – auch zwei Silbermedaillen und drei Drittplatzierungen feiern durfte.
 
Nachhaltiger Sport
Neben den sportlichen Wettkämpfen erfreuen sich traditionell Events wie die Welcome Night, die Rock Night mit Live-Musik und die Club Night nach der Siegerehrung großer Beliebtheit unter den Studierenden. „Der Hochschulsport bemüht sich mit allen Kräften darum, negative Auswirkungen auf die eigenen Sportstätten und die Nachbarschaft in Konstanz-Egg zu minimieren“, so Petra Borchert. Mit einem ausgeklügelten Parkkonzept wird versucht, die Gäste gleich bei der Anreise möglichst aus dem verkehrstechnischen Nadelöhr Egg fernzuhalten. Zukünftig soll über eine Zusammenarbeit mit dem Green Office der Universität Konstanz die Veranstaltung auch aus ökologischer Sicht verbessert werden. Aufgrund der guten Zusammenarbeit mit dem Studierendenwerk Seezeit musste auf der Eurokonstantia bislang noch nie Einweggeschirr verwendet werden, insbesondere im Hinblick auf die Vermeidung von Müll möchten die Organisatorinnen und Organisatoren vom Hochschulsport in Zukunft aber insgesamt noch deutlich bessere Resultate erzielen.
 

Eurokonstantia 2020
Die 15. Ausgabe der Eurokonstantia findet vom 11. bis 14. Juni 2020 statt. Sie könnte unter Umständen gemeinsam mit der Endrunde der Deutschen Hochschulmeisterschaften im Hallenhandball ausgerichtet werden. Da die Studierenden im Team der HSG Konstanz am Wochenende des 22. und 23. Juni den Titel des Deutschen Hochschulmeisters 2019 in Hamburg gewonnen haben, darf sich der Hochschulsport Konstanz für die Ausrichtung der Endrunde 2020 bewerben. Auch bei der 15. Auflage haben Studierende der Konstanzer Hochschulen die Möglichkeit, im Sommersemester 5ECTS Punkte als Schlüsselqualifikation "Eventmanagement" zu erwerben.

Petra Borchert und Tullia Giersberg

Von Petra Borchert und Tullia Giersberg - 25.06.2019